Lokale & Emotionale Nähe
Lokale Vertrautheit, Gemeinschaft und echte Erlebnisse sorgen für Wohlbefinden.
Überblick
In Zeiten digitaler, globaler Informationsfluten zeigt sich ein zunehmender Trend zur lokalen Rückbesinnung. Nutzer:innen suchen nach Überschaubarkeit und einer stärkeren Verbindung zu ihrem unmittelbaren, bekannten Umfeld.
Lokale Nachrichtenportale, Nachbarschaftscommunitys (Plattformen zum Austausch), die „Festivalisierung des Alltags“ und Inszenierungen von Erlebnissen in der realen Welt spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie machen ihren Nutzer:innen die Vielfalt vor der eigenen Haustür erlebbar, sorgen für Wohlbefinden und helfen gegen digitale Überforderung.
Nur 47 % der Deutschen vertrauen Journalist:innen, 63 % dagegen vertrauen ihren Nachbar:innen.
Edelmann Trust Barometer, 2023.41,9 % der weltweiten Verbraucher gaben an, dass ihr angenehmstes Erlebnis in der vergangenen Woche physisch war. (Nur 15,3 % nannten ein digitales Erlebnis)
Accenture Life Trends, 2025.Signale, die wir sehen
Austausch & Wissensvermittlung via Online-Community
Das US-Start-up Aura hat die Online-Community „Digital Parenthood Community“ ins Leben gerufen. Sie bietet Familien einen Ort zum Austausch und Zugang zu Tools sowie Fachwissen über die Erziehung von Kindern im digitalen Zeitalter.
Heineken — The Hidden Message
Heineken hat die App „The Boring Mode“ rausgebracht, mit der Apps ausgeschaltet und Benachrichtigungen auf dem Handy reduziert werden können, damit die Nutzer:innen ungestört Erlebnisse im Alltag genießen können und im Moment leben.
Ortsbezogene Audio-Geschichten per App
Das US-Start-up Autio hat eine App entwickelt, die Nutzer:innen während einer Autofahrt automatisch interessante Fakten über die Orte liefert, durch die sie gerade fahren. Enthalten sind mehr als 23k Geschichten, die von Prominenten gesprochen werden.
Was heißt das für uns?
Handlungsfelder
für die ARD
- Wie kann es gelingen, lokal und persönlich aber trotzdem vollumfänglich und unabhängig für ein Massenpublikum zu berichten?
- Wie können Formate noch mehr Identifikationspotential und damit Bindung zu Nutzenden aufbauen?
- Wie kann es gelingen, nicht in die Falle einer „Gute alte Zeiten“-Nostalgie zu tappen?