Verbundene Einsamkeit
Wir sind vernetzt wie nie zuvor – und fühlen uns gleichzeitig einsam.
Überblick
Einsamkeit ist nicht länger ein Problem des Alters. Die sogenannte Einsamkeitsepidemie beschreibt das Post-Covid-Phänomen fehlender bedeutungsvoller und verlässlicher Sozialkontakte und der damit verbundenen Sicherheit.
Homeoffice und digitale Kommunikation verstärken das Gefühl der Isolation weiter, denn je weniger man in die Öffentlichkeit geht, umso schwerer fällt es, mit anderen selbstbewusst zu interagieren. Es entwickelt sich eine Spirale, die zum Verlust eines Gemeinschaftsgefühls führt und auf Dauer psychisch und physisch krank machen kann.
27 % der jungen Frauen und 21 % der jungen Männer in Deutschland fühlen sich oft einsam.
19. Shell Jugendstudie, 2024.58 % der Deutschen fühlen sich teils einsam. Bei den Jungen sind es 68 %, sie fühlen sich davon allerdings mehr belastet.
Einsamkeitsreport der TK, 2024.Signale, die wir sehen
Community Viewing für die Gen Z
Das US-Unternehmen Gaggl verwandelt TV- und Filminhalte in interaktive Erlebnisse, um ein jüngeres Publikum zu erreichen. Dafür werden Lizenzen an Influencer:innen vergeben, die diese gemeinsam mit der Community anschauen.
Community Spaces im öffentlichen Raum
Die britische Supermarktkette Asda brachte während der Fußball-Europameisterschaft ältere Fans in sogenannten „Nanzones“ zusammen, damit sie die Spiele nicht allein ansehen müssen.
Globale Initiative gegen Isolation
Nivea hat eine Initiative gegen Einsamkeit gestartet und will bis 2026 gemeinsam mit Wissenschaftler:innen, Expert:innen und Organisationen in 40 Ländern lokale CONNECT-Projekte ins Leben rufen, um das Problem zu überwinden.
Was heißt das für uns?
Handlungsfelder
für die ARD
- Wie kann die Sehnsucht nach verbindenden Angeboten digital und real bedient werden?
- Wie kann Zugehörigkeit über das Programm vermittelt und Menschen zusammengebracht werden?
- Kann Comfort Media ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit vermitteln?