Digitale Teilhabe
Zugang, Wissen, Mitbestimmung: eine digitale Welt für alle gestalten.
Überblick
In zunehmend digitalisierten Gesellschaften ist digitale Teilhabe eine zentrale Voraussetzung für soziale Integration, politische Partizipation und Bildungschancen. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen haben unterschiedliche Chancen auf digitale Teilhabe. Jüngere Menschen nutzen digitale Angebote oft leichter, während ältere Menschen oder sozial benachteiligte Gruppen seltener dafür notwendige Zugänge und/oder Kompetenzen besitzen.
Eine umfassende Förderung digitaler Teilhabe erfordert daher nicht nur die Bereitstellung technischer Infrastruktur, sondern auch gezielte Bildungsmaßnahmen, unterstützende Strukturen und barrierefreie Zugänge. Ziel ist die Schaffung einer inklusiven digitalen Gesellschaft, in der digitale Ressourcen allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugänglich sind und ihre Potenziale zur gesellschaftlichen Teilhabe genutzt werden können.
38 % der Bevölkerung haben Hemmungen digitale Angebote zu nutzen.
Bitkom, 2025Nur 52,2 % der Deutschen haben grundlegende digitale Fähigkeiten, was unter dem EU-Durchschnitt von 55,6 % liegt.
Digital Decade 2025: Country ReportsTrend-Herkünfte
Signale, die wir sehen
Die „Hamburger Erklärung“
Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern fordern in ihrer „Hamburger Erklärung“, dass digitale Angebote wie Apps und Webseiten von Anfang an barrierefrei gestaltet werden. Nur so können auch Menschen mit Behinderungen, etwa blinde Nutzer:innen, Smartphones und Online-Dienste vollständig und selbstständig nutzen.
Bundesregierung startet „DigitalPakt Alter“
Die Bundesregierung startet eine Bildungsoffensive mit mobilen Beratungen und 300 neuen Anlaufstellen, um ältere Menschen bis Ende 2025 fit für die digitale Welt zu machen. Damit soll verhindert werden, dass Senioren im zunehmend digitalen Alltag von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden.
Digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren legen großen Wert auf soziale Kontakte, was sich auch in ihrem hohen Bedürfnis nach digitaler Teilhabe zeigt: Mehr als die Hälfte (54 %) möchte nicht auf Handy und mobiles Internet verzichten.
Was heißt das für uns?
Handlungsfelder
für die ARD
- Welche Angebote können wir schaffen, um digitale Medienkompetenz bei unseren Nutzer:innen zu stärken?
- Welche Barrieren erschweren aktuell den digitalen Zugang – und wie können sie abgebaut werden?
- Welche Maßnahmen sind notwendig, um soziale, kulturelle oder regionale Ungleichheiten im digitalen Raum auszugleichen?
- Welche Technologien und Formate sollten wir einsetzen, um Inhalte inklusiv und effizient bereitzustellen?